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John Slidell

John SlidellJohn Slidell wurde 1793 in New York City geboren. Der Nord- geborene Slidell wuchs zu einem prominenten Politiker in den Jahrzehnten vor dem Bürgerkrieg. Ein Rechtsanwalt der seine Karriere als Geschäftsmann begann und 1812 nach New Orleans zog, nachdem er durch den Krieg 1812 wirtschaftlich gescheitert war.

Als er an seinem Einzug in den Congress 1828 scheiterte führte dies zu einer Frustration welche seine politischen Ambitionen bis 1843 wesentlich verringerte. 1843 wurde er in das US House of Representatives gewählt. Als rechtsstaatlicher Demokrat unterstützte er die Kandidatur von James K. Polk für das Amt des Präsidenten im Jahr 1844.

Er bediente sich dabei jedoch bedenklicher "legaler" Methoden um für Polk die Mehrheit bei der Wahl in Louisiana zu sichern. Polk ernannte Slidell zum Gesandten in Mexico, mit dem Auftrag den Grenzkonflikt zwischen Texas und Mexico beizulegen und New Mexico und California zu "kaufen". Das Vorhaben scheiterte jedoch bereits zu Beginn, da die Mexikanische Regierung die Anerkennung von Slidell Beglaubigungsschreiben verweigerte.

1853 wurde Slidell in den Senat gewählt. Zusammen mit anderen pro-südlichen Kongressabgeordneten unterstützte er die Wiederherstellung des "Missouri Compromise", die Aneignung von Kuba und die Zuordnung von Kansas unter die Lecompton Constitution. Im der Wahlkampagne von 1860 unterstützte Slidell den demokratischen Präsidentschaftskandidaten John C. Breckinridge.

Nachdem die Südstaaten nach der Wahl Lincolns in die Sezession drängten akzeptierte Slidell das Angebot des Südens die Vertretung der Konföderation in Frankreich zu übernehmen. Sein Eintreffen in Europa wurde durch die "Trent- Affäre" verzögert.

In Frankreich angekommen fand er zwar viele Sympathien für die Sache des Südens vor, er hatte allerdings kaum Erfolg beim Schmieden einer Allianz zwischen der Konföderation und Frankreich. Auch beim Organisieren von militärischer und wirtschaftlicher Hilfe war er nicht sehr erfolgreich. Es gelang ihm jedoch die finanzielle Unterstützung von einigen einflußreichen Franzosen für den Süden zu gewinnen.

Viele seiner Kollegen aus dem Süden misstrauten jedoch seinen politischen Fähigkeiten, und auch durch seine Ehe mit einer Creolin aus Louisiana machte er sich sonderlich beliebt. Slidell blieb jedoch bis Kriegsende in Frankreich für die Konföderation tätig. Nach dem Kriegsende fürchtete er um seine Sicherheit bei einer Rückkehr in die USA. Er ersuchte auch nie um Pardon für seine Tätigkeit für die Konföderation bei den Siegern an. Er verblieb mit seiner Familie in Paris und verstarb am 29 July 1871 in London.

© by Heinz 'Colonel' Cekada 2003

 

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Letztes Update: 03.12.2006


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