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Dezember 1862

01.12. Unionstruppen erreichen die Linie des Tallahatchie.

Der Nordstaatenpräsident Lincoln lehnt erneut die Sklavenemanzipation als Kriegsziel ab.

 

03.12. Grant besetzt Oxford in Mississippi und besetzt denBahnknoten Grenada.

Gefecht bei Prairie Grove: (Fayetteville/Arkansas) CS-Generalmajor Thomas Hindman marschiert mit ca. 11 000 Mann von Van Buren nach Fayetteville. In Springfield (Missouri) bricht US-Brigadegeneral Francis J. Herron mit ca. 6000 Mann auf, um die Truppen des Generalmajors Blunt zu verstärken. Dieser steht ca. 110 Meilen entfernt.

 

05.12. Bei Coffeeville (Mississippi) kommt es zu einem Gefecht zwischen den

Truppen von US-Oberst T. Lyle Dickey und CS Brigadegeneral Lloyd Tilghman. Der Sieg geht an die Konföderierten welche 50 Mann verlieren, gegenüber an die 100 auf Seite der Union.

 

07.12. Gefecht bei Prairie Grove: (Fayetteville/Arkansas) CS-Generalmajor Thomas

C. Hindman versucht mit seinen Truppen die Unionskräfte Divisionen von Brigadegeneral Francis Herron und Brigadegeneral James Blunt zu zerschlagen, bevor diese sich vereinigen können. Hindman plaziert seine Streitmacht zwischen den beiden Divisionen der Union. Zuerst wendet er sich Herron zu und es gelingt den Konföderierten die Kavallerie der Union in die Flucht zu schlagen. Bei der Verfolgung der flüchtenden Kavallerie trifft er auf Herron`s Infantrie welche ihn wieder zurückwirft. Die Konföderierten beziehen daraufhin eine Schlachtlinie auf einem bewaldeten Höhenrücken nordöstlich der Prairie Grove Kirche. Herron bringt seine Artillerie über den Illinois River und beginnt ein heftiges Artillerieduell mit den Konföderierten. Zweimal greifen die Unionstruppen die Linie der Rebellen an, werden aber jedesmal abgewiesen. Der Gegenangriff der Konföderierten kann zwar einmal kurz zum Stehen gebracht werden, trotzdem gewinnen die Grauen immer mehr an Boden. Gerade als es so aussieht als würde die Linie der Union zusammenbrechen, greift Blunt mit seinen Männern die linke Flanke der Konföderierten an. Als die Nacht hereinbricht hat keine Seite einen wirklichen Sieg davongetragen, die Konföderierten ziehen sich jedoch in der Nacht Richtung Van Buren zurück. Dieser Rückzug festigt die Kontrolle der Union über das Territorium von Nordwest Arkansas. Die Konföderierten haben 1317 Mann, die Union 1251 Mann bei dieser Kampfhandlung verloren.

Gefecht bei Hartsville /Tennessee (Trousadale County): Die 39 Brigade des XIV US-Korps überwacht den Flußübergang bei Hartsville um Streifzüge der Konföderierten (die berüchtigten Raids der Rebellenkavallerie) zu verhindern. Am frühen Morgen des 07.Dezember übersetzt CS-Brigadegeneral John Hunt Morgan mit zwei Brigaden im Schutz der Dunkelheit den Fluß. Oberst Absalom B. Moore, der Kommandant der 39 Brigade, gibt später in seinem Bericht an Morgan`s Vorraustruppen hätten blaue Uniformen getragen als sie die Vorposten der Union passierten. Morgan erreicht unbehelligt das Lager der Union wo die Feldwachen Alarm auslösen. Als die Konföderierten ihre Kampfformation einnehmen beginnt gegen 0645 Uhr das Gefecht. Eine von Moore`s Einheiten versucht zu fliehen, was die Verwirrung der Unionstruppen noch steigert. Gegen 0830 Uhr haben die Konföderierten die Unionstruppen eingekreist und fordern sie zur Kapitulation auf. In knapp zwei Stunden haben die Unionstruppen an die 1900 Mann verloren, dem stehen Verluste der Konföderierten in der Höhe von ca. 150 Mann gegenüber.

Diese Aktion der Konföderierten ist ein Vorgeschmack der Raids von Forrest nach West Tennessee und Morgan nach Kentucky.

Die CSS Alabama bringt den Dampfer Ariel auf.

 

11.12. Forrest`s Raid nach West Tennessee: Zwischen 11. Dezember und 01. Jänner

1863 führt Brigadegeneral Nathan Bedford Forrest einen Raid mit einer 2100 Mann starken Kavalleriestreitmacht gegen West Tennessee. Das Ziel dieses Unternehmens ist es die Versorgung der Armee des US- Generalmajor Ulysses S. Grant durch die Eisenbahn zu unterbrechen. Grant führt seine Truppen entlang der Mississippi Railroad. Nach der Beurteilung von Forrest würde eine Zerstörung der Mobile & Ohio Railroad, welche südlich von Columbus (Ohio) durch Jackson läuft, Grant zum Abbrechen seines Vormarsches, oder mindestens zu einer erheblichen Behinderung führen.

Schlacht bei Fredericksburg (I): Pionieretruppen der Union legen unter schwerem Feuer der Rebellen fünf Pontonbrücken über den Rappahannock River.

 

12.12. Die Union verliert das Panzerschiff "Cairo", welches im Yazoo River auf eine Mine läuft.

Schlacht bei Fredericksburg (I): An diesem Tag setzt die Union ihre Truppen über den Rappahannock River, besetzen die Stadt und beginnen zu plündern.

 

13.12. Schlacht bei Fredericksburg (I): 172 500 Mann der angreifenden Union stehen

72 500 Mann der Konföderierten gegenüber. US-Generalmajor Ambrose E. Burnside startet eine Reihe von vergeblichen frontalen Angriffen auf Prospect Hill und Mayre`s Heights. Deren Ergebnisse sind nur Verlustzahlen in schwindelergender Höhe. Einer Division an der linken Flanke der Union gelingt es kurz in die Linie der Konföderierten einzubrechen, die folgende Gegenattacke treibt sie jedoch wieder zurück. Es Tag kostet vier Generälen das Leben: C. Feger Jackson und George Bayard auf Seite der Union, Thomas R.R. Cobb und Maxey Gregg auf Seite der Rebellen.

 

14.12. Goldsborough Expedition: Bereits Anfang Dezember verläßt eine Expeditionstruppe der Union, unter dem Kommando von Brigadegeneral John G. Foster New Berne, mit dem Ziel die Wilmington & Weldon Railroad bei Goldsborough zu unterbrechen. Dieser Vormarsch wurde hartnäckig beeinträchtigt von der Brigade von CS Brigadegeneral Nathan Evans. Nahe Kinston Bridge (North Carolina) kommt es am 14.Dezember zum Gefecht, bei dem die Konföderierten zahlenmäßig weit unterlegen sind. Sie müssen sich rasch nördlich des Neuse River Richtung Goldsborough zurückziehen um der Vernichtung zu entkommen.

Schlacht bei Fredericksburg (I): Burnside will den Angriff der Union noch einmal erneuern. Es gelingt seinen Offizieren mit Mühe ihn von diesem Plan abzubringen.

 

15.12. Goldsborough Expedition: US-Brigadegeneral Foster setzt mit seiner

Expeditionstruppe den Vormarsch auf Goldsborough fort. Er nimmt hiezu die Straße südlich des Neuse River.

Forrest`s Raid nach West Tennessee: Zwischen 15. Und 17. Dezember übersetzt Forrest mit seiner Kavalleriemacht den Tennessee River und wendet sich westwärts.

Schlacht bei Fredericksburg (I): Burnside bläst seine Offensive ab und verlegt seine Truppen wieder über den Rappnahnnock River zurück. Diese erste Schlacht bei Fredericksburg hat der Union 13350 Mann gekostet, die Konföderierten haben lediglich an die 4500 Mann verloren.

 

16.12. Goldsborough Expedition: Die Expeditionstruppe von Foster erreicht White

Hall Ferry (Wayne County), wo die Brigade von CS-Brigadegeneral Beverly Robertson das Nordufer des Neuse River besetzt hält. Während Foster die Konföderierten mit relativ schwachen Kräften in Schach hält, zieht die Masse seiner Truppe weiter in Richtung der Eisenbahn. Obwohl eigentlich ein Gefecht auf Entfernung sind die Verluste vor allem bei der Union beträchtlich. Die Konföderierten verlieren an die 100 Mann, die Union an die 1200 Mann. Die hohe Zahl der Ausfälle bei der Union ist vor allem auf fehlgeleitets eigenes Unterstützungsfeuer (friendly fire) zurückzuführen.

Forrest`s Raid nach West Tennessee: Grant befiehlt eine Truppen-zusammenziehung in Jackson (unter dem Kommando von Brigadegeneral Jeremiah C. Sullivan) und schickt Forrest Kavallerie unter Oberst Robert G. Ingersoll entgegen.

US-Generalmajor Banks wird Nachfolger von Butler als Militärgouvernor von New Orleans.

 

17.12. Goldsborough Expedition: An diesem Tag erreicht Foster die Eisenbahnlinie

nahe Everettsville und beginnt mit der Zerstörung der Gleisanlagen welche nordwärts Richtung Goldsborough Bridge führen. Eine konföderierte Brigade unter Brigadegeneral Thomas Clingman verzögert den Vormarsch der Union, ist aber nicht in der Lage die Zerstörung der Brücke zu verhindern. Nach erfüllen seiner Aufgabe zieht sich Foster wieder Richtung New Berne zurück.

Forrest`s Raid nach West Tennessee: Forrest zerschlägt die ihm entgegengeschickte Kavallerie der Union (US-Oberst Robert C. Ingersoll) bei Lexington.

 

19.12. Forrest`s Raid nach West Tennessee: Forrest setzt seinen Vormarsch fort. US-Brigadegeneral Sullivan bringt zwei Infanterieregimenter unter dem Kommando von Oberst Adolph Englemann nordöstlich von Jackson in Stellung. Beim alten Salem Friedhof gelingt es diesen Infanteriekräften einen Angriff der Südstaatenkavallerie zurückzuschlagen, um sich anschließend selbst eine Meile zurückzuziehen, näher zur Stadt und den eignen Kräften heran. Für Forrest ist dieses Gefecht nur eine Finte um die Unionstruppen zu binden. Während dieser Zeit zerstören zwei Kavallerieabteilungen die Eisenbahneinrichtungen und Gleisanlagen nördlich und südlich der Stadt und kehren anschließend zur Hauptmacht zurück. In der Folge zieht sich Forrest aus dem Gebiet um Jackson zurück um gegen Trenton und Humbolt vorzurücken.

 

20.12. Goldsborough Expedition: US-Brigadegeneral Foster erreicht mit seiner

Truppe wieder New Berne.

Sherman verläßt Memphis mit 32 000 Mann.

Van Dorn`s Kavallerie zerstört das Hauptdepot von Grant in Holly Springs, Mississippi und macht 1500 Gefangene. Im Zusammenwirken mit dem Raid von Forrest gegen die Tennessee Eisenbahnlinien, bewirkt diese Aktion ein Ende des Vormarsches von Grant. Die Truppen Grant`s ziehen sich nordwärts zurück.

Forrest`s Raid nach West Tennessee: Forrest entäßt 1 200 Mann Gefangene welche ihn in seiner Beweglichkeit behindern.

 

21.12. CS-Brigadegenaral Morgan greift mit 3 100 Mann die Nachschublinie von

Grant in Tennessee an.

 

22.12. "Christmas-Raid" Morgan bricht zum "Christmas-Raid" auf. Das Ziel dieses Raids ist die Unterbrechung der Louisville & Nashville Railroad über welche die Versorgung für Rosecrans Truppen läuft.

 

23.12. Die Südstaaten ächten Butler als "Feind der Menscheit". Er kann bei Gefangennahme ohne Prozeß exekutiert werden. Generalmajor Simon B. Buckner übernimmt den CS-Wehrbereich Golf.

 

24.12. "Christmas-Raid" Morgan nimmt Glasgow in Kentucky.

 

26.12. Aktionen gegen Vicksburg (Chickasaw Bayou): US-Generalmajor William T. Sherman landet mit drei Divisionen bei Johnsons Plantage an der Mündung des Yazoo River, um von hier die Verteidigungsstellungen von Vicksburg von Nordosten zu erreichen.

Stones River/Murfreesboro Tennessee: Die reorganisierte Army of Tennessee, unter dem Kommando von CS-General Braxton Bragg, bereitet sich vor im Raum von Murfreesboro das Winterquartier zu beziehen. Die Armee von US-Generalmajor William S. Rosecrans (Union Army of the Cumberland) ist Bragg von Kentucky nach Nashville gefolgt. Am 26. Dezember verläßt Rosecrans mit rund 44 000 Mann Nashville um Bragg`s Armee (37 000 Mann) zu zerschlagen.

27.12. Aktionen gegen Vicksburg (Chickasaw Bayou): Eine vierte Division wird weiter stromaufwärts angelandet. An diesem Tag treiben die Unionstruppen ihre Linien durch die Sümpfe voran, Richtung Walnut Hill`s, welches schwer befestigt und verteidigt ist.

"Christmas-Raid" Die Garnison von Elizabethtown in Kentucky wird von Morgan`s Truppe völlig überrascht. Morgan macht 500 Gefangene.

 

28.12. Aktionen gegen Vicksburg (Chickasaw Bayou): Es werden mehrere vergebliche Versuche unternommen die starken Verteidigungsstellungen der Konföderierten zu umgehen.

Ein Versogungstransport der Konföderierten mit 38 Bagagewagen wird bei Van Buren von der Union aufgebracht.

 

29.12. Aktionen gegen Vicksburg (Chickasaw Bayou): Sherman befiehlt einen

Frontalangriff auf Chicksaw Bluff, welcher aber schwere Verluste bringt und doch abgeschlagen wird. Sherman zieht sich mit seinen Truppen zurück. Die Union hat 1776 Mann an Verlusten, die Konföderierten 207 Mann. Dieser Sieg der Konföderierten (Generalleutnant John C. Pemberton) ist ein schwerer Rückschlag für Grants Versuch Vicksburg durch direkte Annäherung einzunehmen.

Stones River/Murfreesboro Tennessee: An diesem Tag entdecken die Späher von Rosecrans Bragg`s Truppen. Die Soldaten der Union beziehen ein Nachtlager unweit des konföderierten Camps.

 

31.12. Forrest`s Raid nach West Tennessee: Als Forrest`s Raid sich seinem Abschluß nähert, versuchen Truppen der Union (Brigadegeneral Jeremiah C. Sullivan) nochmals ihm den Rückweg über den Tennessee River abzuschneiden. Die Marschrouten der Brigaden von Oberst Cyrus L. Dunham und Oberst John W. Fuller führen zum Aufeinandertreffen mit den Konföderierten am 31. Dezember bei Parker`s Cross Roads. Gegen 0900 Uhr begannen die ersten Scharmützel als Forrest mit seiner Truppe eine Ausgangstellung entlang einer bewaldeten Geländekante, nordwestlich der Brigade Dunham`s, bezieht. Es gelingt der konföderierten Artillerie einen frühen Vorteil zu erzielen, worauf Dunham seine Brigade eine Meile zurücknimmt und neu, Richtung Norden zur Aufstellung bringt. Seine Truppen werfen einige Scheinattacken der Rebellen zurück als der eigentliche Angriff der Konföderierten an den Flanken und im Rücken, sowohl ab- als auch aufgesessen, erfolgt. In einer Kampfpause sendet Forrest eine Aufforderung zur bedingungslosen Kapitulation. Dunham lehnt ab und bereitet seine Truppen auf den nächsten Ansturm der Konföderierten vor. In diesem Moment erreicht Fuller`s Brigade aus dem Norden das Schlachtfeld und überrascht die Konföderierten mit einem Angriff in deren Rücken. Die Feldwachen der Rebellen waren nachlässig und haben die Annäherung von Fuller`s Brigade nicht gemeldet. Forrest befiehlt aber keine Verteidigungsmaßnahmen, sondern den Angriff nach beiden Seiten zu führen. Die Konföderierten machen zuerst kehrt und schlagen Fuller`s Attacke zurück um anschließend nach einer erneuten Kehrtwendung die bereits stark demoralisierte Truppe von Dunham aus dem Feld zu schlagen. Es gelingt Forrest seine Truppe nach Süden, Richtung Lexington zurück zu ziehen und den Tennessee River zu übersetzen. Die Kampfhandlungen haben Verluste von 237 Mann auf Seite der Union und 482 Mann auf Seite der Rebellen gekostet. Beide Seiten reklamieren den Sieg für sich, und obwohl die Konföderierten die höheren Verluste haben ist der taktische Erfolg wohl ihnen zuzuschreiben.

Stones River/Murfreesboro Tennessee: Im Morgengrauen greifen die Konföderierten die rechte Flanke der Union an. Die Rebellen treiben die Unionstruppen bis 1000 Uhr zurück bis zum Nashville Pike. Dort kommen die Unionstruppen endlich zum Stehen und es gelingt ihnen eine Verteidigungslinie aufzubauen. Es kommen am späten Nachmittag Verstärkungen von der linken Seite der Union, welche die Verteidigungslinie der Union weiter festigen. Als die Kampfhandlungen an diesem Tag enden haben die Unionstruppen diese neue Verteidigungslinie gut für den nächsten Tag vorbereitet.

Während eines Sturmes vor Kap Hatteras sinkt die USS Monitor.

 

< November 1862 - Jänner 1863 >

© by Heinz 'Colonel' Cekada 2003


Letztes Update: 03.12.2006

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Nathan Bedford Forrest

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