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Einleitung

Nicht alle der Teilnehmer waren geborene Amerikaner, die VolkszĂ€hlung von 1860 wies vier Millionen im Norden und 233.000 im SĂŒden als Neueinwanderer bzw. außerhalb der USA Geborene auf. Das Bewusstsein, einer Volksgruppe aus der alten Heimat anzugehören, spielte 1861 bei der Rekrutierung und in der Tradition der Regimenter eine bedeutende Rolle. Der Einfluss und die Mitwirkung dieser Neuamerikaner machte den Binnenkonflikt zwischen Nord und SĂŒd zu einem international beachteten Krieg. Der SĂŒden war in seiner Zusammensetzung homogener, aber auch hier spielten die »Foreigners« eine Rolle. Jedoch nicht in dem Ausmaß, wie das in der Union der Fall war.

Die Zahlen variieren etwas; Benjamin Goulds Statistiken: »Investigations in the Statistics of American Soldiers«, New York, 1869, weisen rund 176.000 Deutsche auf: Geborene Amerikaner 1 523 267, Deutsche 176817, Iren 144221, britischstÀmmige Amerikaner 53532, EnglÀnder 45508, andere NationalitÀten 48410, Nicht festgestellt 26445, Gesamtzahl erfasster Rekruten 2.018.200.

Einiges statistisches Durcheinander bereitet auch die Tatsache, dass NiederlĂ€nder, Polen, Österreicher und Schweizer oft als Deutsche gerechnet werden.

Neueinwanderer waren nicht nur in den Mannschaften, sondern auch in den GeneralsrĂ€ngen vertreten: Unter den BrigadegenerĂ€len waren: neun Deutsche, vier Iren, zwei Franzosen, je ein Russe, Pole, Ungar und Spanier. Auch im SĂŒden gab es Regimenter, die sich aus Volksgruppen zusammensetzten.

Louisiana war ein traditionelles Ansiedlungsgebiet französischer und spanischer Einwanderer, Texas hatte viele deutsche Einwohner, die erst in den letzten Jahren vor dem Krieg dorthin gezogen waren. Etwa ein FĂŒnftel der weißen Texaner war deutschstĂ€mmig oder Neueinwanderer; ein großer Teil dieser Menschen lehnte die Sezession ab und floh im Verlauf der Wirren vor politischen Verfolgungen in den Norden.

Auch Richmond und Charleston hatten zwischen 23 bis 26 Prozent deutsche Einwohner. Kompanien aus Deutschen existierten in fast allen Regimentern der Bundesstaaten.

Richmond rĂŒstete eine »Fremdenlegion« aus den Reihen seiner Bewohner aus, die Kompanie A der 18. North Carolina kam aus Wilmington und bestand zu drei Vierteln aus deutschen Neueinwanderern.

Charleston hatte deutsche und irische Kompanien, nicht nur Infanterie, sondern auch Kavallerie und Artillerie. Acht Kompanien aus Deutschen und Iren stammten aus Georgia.

Louisianas »EuropĂ€ische Brigade« zĂ€hlte 2.500 Franzosen, 800 Spanier, 500 Italiener, 400 Deutsche, HollĂ€nder, Österreicher und Skandinavier und 500 Schweizer.

 

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Letztes Update: 14.09.2007


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