Die Legende der Navajo sagt, dass "Die Leute" aus dem Untergrund kamen und nach SĂŒden gingen. Anthropologen gehen davon aus, dass sie ĂŒber die Bering-Strasse nach Nordamerka kahmen und von dort nach SĂŒden gingen.
Die Navajo profitierten von den Spaniern, da diese Pferde und Schafe brachten. Sie lernten auch die Metallverarbeitung und das Verarbeiten von Wolle von den Spaniern.
Der Stamm der Navajos wuchs schnell. UrsprĂŒnglich gab es nur 4 Navajo Gruppen. Aber durch zugĂ€nge von anderen StĂ€mmen, insbesondere der Pueblos, wuchs die Zahl auf ĂŒber 70. Heirat innerhalb der Gruppe wurde und wird noch heute als inzucht betrachtet. Daher brauchten die Navajo die anderen StĂ€mme und Gruppen.
Bis 1846 konnten weder Spanien noch Mexico die Navajo unterwerfen oder bezwingen. Auch die Vereinigten Staaten schafften dies nicht in den ersten 17 Jahren Ihres bestehens im SĂŒd-Westen.
Die erste Expedition der USA in das Land der Navajo war im Winter 1846. Als die Soldaten nach Bear Springs (spÀter Fort Wingate) kamen, trafen sie auf den HÀuptling des Navajo Stammes. Ein Friedensvertrag, der erste zwischen den USA und den Navajo, wurde am 22 November 1846 unterzeichnet. In den kommenden 15 Jahren sollten noch 6 andere FriedensvertrÀge ausgehandelt und unterzeichnet.
Fort Defiance, der erste StĂŒtzpunkt auf Navajo Territorium, wurde von Colonel E. V. Sumner am 18. September 1851 errichtet. Der Frieden zwischen den USA und den Navajo wurde immer wieder gebrochen. Schliesslich bschlossen die USA den letzten Krieg gegen die Navajo, welcher diese entweder entgĂŒltig unterwerfen, oder diesen Stamm fĂŒr immer vernichten sollte.
Colonel Christopher ("Kit") Carson wurde, im FrĂŒhling 1863, als Befehlshaber dieser Kampange beordert. Beim einmarsch in das Land der Navajo töteten die Soldaten Schafe, Pferde, KĂŒhe der Navajo, wo auch immer sie diese fanden. Auch wurden Felder, Plantagen und die Hogans (HĂ€user) der Navajo abgebrannt.
Diese Taktik der "verbrannten Erde" zerstörte die Lebensgrundlage der Navajo völlig. Viele Navajos, obwohl am verhungern, zogen sich in die westlichen Berge und TĂ€ler ihres Landes zurĂŒck.
Schliesslich machten sich cirka die hÀlfte der Navajos auf den "Long Walk" nach Fort Sumner, welches President Lincoln am 15. Februar 1864, zur Reservation erklÀrte.
Die ZustĂ€nde in Fort Sumner waren alles andere als Ideal. RaubzĂŒge von Comanche und anderen aufstĂ€ndigen StĂ€mmen, schlechte Ernten, z.B. aufgrund von Insektenplagen, schlechtes Wasser, Mangel an Feuerholz zum Kochen und heizen, Krankheit, Seuchen um nur einige der Ursachen zu nennen, rotteten die Navajo nach nur kurzer Zeit in der Reservation vollstĂ€ndig aus.
Nach vier herzbrechenden Jahren, wurde am 1. Juny 1868 der achte und letzte Freidensvertrag mit den USA unterzeichnet. Zwei Wochen spĂ€ter kehrten die Navajo in ihre Heimat zurĂŒck.
Langsam erholten sich die Navajo wieder. Ihre Herden waren dezimiert, die Hogans abgebrannt. Mit der ersten Lieferung an Schafen stieg die Hoffnung der Navajo und sie waren wieder motiviert ihre Infrastruktur von neuem aufzubauen und zu ihrem alten Lebenstil zurĂŒckzukehren.
Als die Japaner Pearl Harbor bombardierten brauchten die USA einen speziellen, nicht zu knacken Code. 1942 versprach Sergant Phillip Johnston, er wurde von den Navajo aufgezogen, einen nicht zu knackenden Code. Die Navajos gaben der Regierung diesen Code. (Sie ĂŒbersetzen die Befehle in ihre Muttersprache).
Die US Marines gingen in die Reservation um Freiwillige zu rekrutieren. Diese Freiwillgen wurden als "Code Talkers" bekannt. Die Navajo stellten ihre FĂ€higkeiten unter beweis. Sie wussten Angriffe zu vermeiden, konnten mit minimalen Rationen (sog. C-Rationen) ĂŒberleben indem sie Tiere mit Steinschleudern töteten und diese kochten.
1969 erklÀrte President Richard Milhous Nixon den 14. August zum Nationalen "Code Talker Day".
Heute leben cirka 143.000 Navajo in der Reservation, welche 6,5 Millionen Hektar umfasst. Sie erstreckt sich ĂŒber Teile Arizonas, New Mexicos und Utah. Manche leben noch immer in ihren traditionellen Hogans. Diese HĂ€user werden aus Erde und Holz gemacht.
Viele Navajo praktizieren die Religion ihrer UrvĂ€ter. Ein grosser Teil lebt vom Ackerbau oder der Schafzucht. Andere sind Ingeneure, Kumpels (Minenarbeiter), Lehrer oder Techniker. Auch machen sie Wolldecken und Teppiche und, nicht zu vergessen, Schmuck mit TĂŒrkis-Steinen.
Die Navajo verdienen Millionen US$ jedes Jahr. HauptsÀchlich aus den riesigen Kohlebergwerken. Ausserdem haben sie ein SÀgewerk und eine Fabrik, welche von einer Firma gepachtet wird. Die Navajo sind heute der 2 grösste Stamm. Es leben cirka 220.000 Navajo in den US. Nur die Cherokee haben eine grössere Verbreitung.
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© 2001 by Klaus Zharadnik