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Die "Gospel Queen": Mahalia Jackson

Unbestritten die Größte ihres Fachs ist und bleibt die „Queen des Gospels“ – Mahalia Jackson. Bereits im zarten Alter von vier Jahren singt die 1911 in New Orleans geborene Mahalia in verschiedenen Chören. Fortan sollte ihr ganzes Leben ganz im Zeichen der Musik stehen, die sie so liebte: den geistlichen Liedern!

Die junge Mahalia Jackson entwickelt unter den Einfluss der ersten großen Gospel-Interpreten wie Roberta Martin und Willie Mae Ford Smith ihren eigenen Blues-Stil, der alle ihre Lieder vom Gospel bis zum klassischen Weihnachtslied prägt. Nach ihrem ersten Auftritt bei einem Sonntagsgottesdienst in Chicago – 1927 ist sie dorthin übergesiedelt – wird sie prompt von einem bedeutenden Kirchenchor, dem „Greater Salem Baptist Church Choir“ engagiert. Fortan singt sie zunächst in mehreren Ensembles, bevor sie sich an eine Solokarriere wagt.

1937 macht sie einen entscheidenden Schritt, als sie ihre Zusammenarbeit mit dem Erfolgskomponisten Thomas Andrew Dorsey beginnt, der als der eigentliche Begründer der Gospelwelle gilt. Gleichzeitig nimmt sie ihre ersten Schallplatten auf.

Der große Durchbruch gelingt aber erst nach dem Zweiten Weltkrieg: Millionen von verkauften Schallplatten, Auftritte in ausverkauften Sälen wie die New Yorker Carnegie Hall und schließlich 1952 die erste Europatournee.

Ein großes Anliegen ist es ihr, die „Lieder der Hoffnung“, wie sie die Gospels nennt, einem breiten, vor allem auch einem weißen Publikum zugänglich zu machen. Dazu nutzt sie ihre eigene Sonntagnacht-Radioshow, die sie 1954 erhalten hat. An der Seite Martin Luther Kings singt sie bei dessen „I have a dream“-Rede 1963 und 1968, nur fünf Jahre später, auch bei seiner Beerdigung.

Im Januar 1972 stirbt die „Gospel-Queen“ in Chicago an Herzversagen, wenige Monate nach ihrem letzten öffentlichen Konzert in Österreich.

 

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Letztes Update: 01.06.2008


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