Harry Belafonte oder auch der „König des Calypso“, wie er auch genannt wird, ist nicht nur als Sänger, sondern auch als erfolgreicher Schauspieler in zahlreichen Hollywoodstreifen berühmt geworden.
Der 1927 als Sohn eines Schiffskochs aus Martinique und einer Hilfsarbeiterin aus Jamaika im Stadtteil Harlem in New York City geboren wird, muss als Kind erfahren, was es heißt in Hunger und Armut aufzuwachsen. Ein Leben, das prägt, und das man keinem Menschen wünschen möchte. Um die Welt ein bisschen besser zu machen, schreibt Harry Belafonte Politik groß auf seine Fahne. Der Mann, der sich – ähnlich wie Mahalia Jackson – schon an der Seite von Martin Luther King für die gewaltlose Bürgerrechtsbewegung eingesetzt hatte, ist bis heute ein Vorkämpfer für Frieden und Gerechtigkeit auf der Welt.
Vielfach ausgezeichnet und geehrt, unter anderem mit den Martin-Luther-King Preis 1982, hat er sich stets zu seinen Wurzeln bekannt: „Ich identifiziere mich voll mit meinen schwarzen Brüdern, und ich interpretiere daher Songs, mit tiefen Wurzeln in afrikanischer, amerikanischer und karibischer Negromusik.“ Und dazu gehört natürlich auch die Gospelmusik.
Lieder wie „March Down To Jordan“ oder „Wake Up Jacob“ begleiten ihn stets in seinem manchmal aussichtslos scheinenden Kampf für die Völkerverständigung und mehr Humanität. Und Harry Belafonte kämpft viel in seinem Leben. Gegen die Apartheid in Südafrika, gegen die Diktatur auf Haiti und vor allem immer wieder gegen den Hunger auf der Welt.
In den Achzigerjahren ist er einer der führenden Künstler der Bewegung „USA for Africa“, die mit der Single „We are the World“ viele Millionen für die darbende Bevölkerung Afrikas einspielt, und 1987 wird er zum UNICEF-Botschafter ernannt.
Auf die Frage:„Sie sind ein überzeugter Gegner des Irak-Krieges, kämpfen offensiv gegen George W. Bush.” antwortete Harry Belafonte: „Das ist mein liebstes Hobby. Wer gibt uns das Recht, die Menschen im Irak zu töten? Bush behauptet, dass Amerika zum ersten Mal Terroristen jagt - dabei ist Terrorismus ein Teil des amerikanischen Systems. Amerika hat eine ganze Rasse vernichtet, die Indianer. Das ist Terror.”
Heute arbeitet Harry Belafonte hauptsächlich als Regisseur in Hollywood und setzt sich auch weiterhin für mehr Gerechtigkeit auf dieser Welt ein. Im Oktober 2001 richtet er anlässlich einer Friedensdemonstration in Berlin folgende Worte an die Welt: „Frieden kann nicht erbombt werden. Deshalb: Wer Frieden will, muss Frieden schaffen ohne Waffen. Nur eine Welt, die in sich selbst ruht, ohne Hunger, Armut, Ausbeutung und Unterdrückung, kann friedlich sein. Für diese Welt wollen wir – wie in der Vergangenheit – gemeinsam streiten.“
Im März 2007 feierte Harry Belafonte seinen 80. Geburtstag.
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