Das ist nicht nur ein Anliegen von Harry Belafonte, sondern von der gesamten Gospel- und Spiritualmusik und ihrer Interpreten. Als Zuhörer sollte man die Musik auf sich wirken lassen, sie mitfühlen, sie miterleben. Eine Gemeinsamkeit, die alle großen Gospelsänger miteinander verbindet, ist die Fähigkeit, die Inhalte ihres Gesangs, glaubhaft musikalisch zu vermitteln.
Da ist etwa die aus einer durch und durch musikalischen Familie stammende Cissy Houston, die Mutter ihrer noch bekannteren Tochter Whitney Houston und Tante von Dionne Warwick. Da sind die Edwin Hawkins Singers, die mit „Oh Happy Day“ ein Stück geschaffen haben, das im Repertoire eines jeden Gospelchors unentbehrlich geworden ist. Oder auch die Jordanaires, die sich einen Namen als Hintergrundsänger zahlreicher Stars, darunter Elvis Presley, gemacht haben und selbst mehrere Gospel-Platten herausgebracht haben. Und all die anderen, die dem Wort des Herren ihre Stimme leihen.
Worte des Trostes, der Hoffnung und der Zuversicht, entsprungen aus der Hölle der Sklaverei. Worte, die alle eines gemeinsam haben: den festen Glauben an eine gerechter Welt in der Zukunft, in der alle Menschen friedlich Seite an Seite leben können mit der Hilfe eines allmächtigen Gottes. Mögen diese Worte erhört werden!
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