Willkommen in der freien Welt! Am 4. Juli 1776 beginnt in Amerika ein neues Zeitalter. Es ist der Tag der Unabhängigkeitserklärung – bis heute der höchste Feiertag in den USA. Von Großbritannien hat man sich losgesagt, um fortan als freies, selbstbestimmtes Volk, die Geschicke in die eigene Hand zu nehmen. Ein Aufbruch der Bevölkerung, wie es ihn bis dahin auf der Welt noch nicht gegeben hat. Es ist Gleichzeitig auch die Geburtsstunde des amerikanischenTraumes, der jeden Bürger die Möglichkeit bieten soll, seines eigenen Glückes Schmied zu werden.
Als sich elf Jahre später der junge Staat eine eigene Verfassung gibt – zwei Jahre vor der Französischen Revolution -, wird jedem Amerikaner „das Streben nach Glück“ als unveräußerliches Grundrecht zugebilligt. Auch so etwas hatte die Welt bis dahin noch nicht gesehen. Und die Vorraussetzungen hätten nicht besser sein können: ein endlos scheinendes, fruchtbares Land, reich an Natur- und Bodenschätzen, verbunden mit einer einzigartigen Aufbruchsstimmung.
Diese Nachrichten sprechen sich auch schnell in der Alten Welt herum. Tausende Einwanderer aus Europa kommen in großen Schiffen über den großen Teich, oft nur ausgestattet mit dem Nötigsten, um im Land der unbegrenzten Möglichkeiten ihr Glück zu suchen. Ihr Motto: Hin zu den letzten Grenzen der Menschheit! Der amerikanische Traum ist kein Traum geblieben.
Aber gilt diese Freiheit wirklich für alle Amerikaner? George Washington und die anderen Väter der Verfassung begehen einen entscheidenden Fehler: Die Ureinwohner bleiben von der Gleichberechtigung ausgenommen. Unzählige gebrochene Verträge, die Missachtung der heiligen Stätten der Indianer und erbitterte Kriege, die oft nur das Ziel der Ausrottung haben, sind eines der schwärzesten Kapitel in der amerikanischen Geschichte, mit dem sich amerikanische Gerichte sogar bis heute befassen müssen.
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