Werners Country Club
Home
Posse
Ranch Brand
Wild West
Native Americans
Waffen
U.S. Geschichte
Civil War
Saloon
Star WCC Telegraph
Star Square Dance
Star Country Musik
Star Country Musik Lexicon
Star Gospel und Spirituals
Star Chuck Wagon
Star Cow Pokin'
Star Cowboy Laws
Wagon Train
Impressum
Termine
Fotoalbum
Sitemap
Clinch Rifles

Suchen nach:

Gospel und Spirituals – ein und dasselbe?


Was eigentlich sind Gospels?, werden Sie sich vielleicht fragen. Was genau ist ein Spiritual? Und worin unterscheiden sich die beiden Stilarten? Oft werden beide Begriffe in einem Atemzug genannt, wenn es darum geht, die Musik der Afroamerikaner, also der schwarzen Bevölkerung der Vereinigten Staaten von Amerika zu benennen. Und ganz falsch ist dieser Doppelbegriff „Gospel und Spiritual“ auch nicht. Wunderbare Titel wie „Oh Happy Day“, „Swing Low Sweet Chariot“ oder „When The Saints Go Marching In“ haben tatsächlich dieselben Wurzeln und lassen sich nicht immer eindeutig entweder der einen oder der anderen Gattung zuordnen.

In der wörtlichen Übersetzung bedeuten „Gospel“ zunächst einmal „Evangelium“, also „Das Wort Gottes“, wie wir es im Neuen Testament in der Bibel finden. Gospel kann aber auch weiter aufgefasst werden als eine feste Überzeugung, ein fester Glaube an bestimmte Prinzipien, die nicht unbedingt religiöser Natur sein müssen. „Spiritual“ hingegen heißt „geistig, geistlich, vergeistigt“ und hat immer eine transzendentale Bedeutung. Das bedeutet, dass es immer mit einer göttlichen Macht in Verbindung gebracht wird. Unter „Spiritual“ verstand man – und versteht man noch heute – gemeinhin Lieder religiösen Inhalts. Lieder, die von den Schwarzen in Amerika gesungen wurden, um ihr Leben in der Sklaverei und die Arbeit unter menschenunwürdigen Bedingungen erträglich zu gestalten und sich gegenseitig Trost zu spenden. Aber auch die europäischen Einwanderer in die Neue Welt nannten Ihre geistlichen Lieder „Spirituals“. Die Inhalte jedoch waren völlig andere.

Was gab es denn zuerst? Gospel oder Spiritual? Darüber lässt sich trefflich streiten, aber es spricht doch einiges dafür, dass die Gospels sich aus den Spirituals herausgebildet haben und vorher in dieser Form – zumindest unter dieser Bezeichnung – nicht geläufig waren. Diese Entwicklung hat in den 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts eingesetzt und führte letztendlich zu einer weltweiten Verbreitung jener Lieder voller Hoffnung und Zuversicht.

 

Lesen Sie hier:

 

Verfassung mit Fehlern – ein Stück amerikanischer Geschichte

We Shall Overcome – Afrikaner in Amerika

Tief verwurzelt in der afrikanischen Tradition

Die Sklaven und der Christengott

Erlösung oder Befreiung – die Bedeutung der Spirituals

Endlich frei!

Die Gospels

Die „Gospel-Queen“: Mahalia Jackson

Großes Jazz-Feeling: Sister Rosetta Tharpe

Ein „echtes“ Quartett: das Golden Gate Quartet

Ein Kämpfer für eine bessere Welt: Harry Belafonte

Freiheit und Gerechtigkeit für alle Menschen!

 

 




Letztes Update: 01.06.2008


Civil War Reenactors Austria Clinch Rifles