Milton Sharp gehörte zu den PostkutschenrĂ€ubern, die man als "höflich" und "zuvorkommend" bezeichnen konnte. Er hatte gute Manieren, und Alkohol und Tabak waren fĂŒr ihn tabu. Postkutschen ausrauben war fĂŒr ihn jedoch ein ehrenvoller Beruf. Einbrecher, Erpresser, BetrĂŒger und Pferdediebe verabscheute er.
Zwei Jahre lang trieb er sein Unwesen, bis ihm bei einem Ăberfall sein Pferd erschossen wurde und er zu FuĂ in einen Schneesturm fliehen musste. Nach einigen Wochen stellte er sich dem Deputy Sheriff McLean, da er die KĂ€lte und Hungersnot nicht mehr aushielt. Goldsucher verlangten daraufhin, dass der Sheriff ihn wieder frei lassen sollte, da es nicht fair sei, einen solch mutigen Mann in einer so schwachen Stunde einzusperren. Er sollte Sharp eine Chance geben, indem er ihm einen Vorsprung lĂ€sst, um ihn dann zu jagen. Das tat Sheriff McLean natĂŒrlich nicht. So wurde Milton Sharp 1880 zu 20 Jahren GefĂ€ngnis verurteilt.
Im Jahre 1889 floh Sharp aus der Haft, nachdem mehrere Gnadengesuche abgelehnt worden waren. Vier Jahre spĂ€ter wurde er wieder von Detektiv James B. Hume gefasst. Sharp gab daraufhin dem Detektiv die Adressen der Ranger, bei denen er in dieser Zeit hart gearbeitet hatte. Nachdem der Detektiv Erkundigungen bei den Ranger eingezogen hatte, empfahl er schlieĂlich dem Gericht, Sharp noch einmal eine Chance zu geben. Vier Wochen spĂ€ter wurde er dann begnadigt. Von da an arbeitete er als erfolgreicher GeschĂ€ftsmann.
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