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Cowboys Allgemein

Roundup 1865 während des "cattle trade" (ein grandioser Aufschwung der Viehwirtschaft) betrat der Cowboy den Plan. Er geht auf die Spanier zurück, die Indianer ausbildeten um die Herden der Mönche zu bewachen. Diese Indianer konnten tagelang auf ihren Pferden sitzen und waren extrem ausdauernd. Sie trugen ein Kopftuch und einen flachen Hut mit breitem Rand. Damit wollten sie sich gegen Witterungseinflüsse aller Art schützen. Ihre Stiefel waren aus Hirschleder. Ein Lasso (richtig: Lariat) hing vom Sattelknopf. Im rechten Stiefel ein Messer. Große steife Kuhlederstücke hingen ebenfalls am Sattelknopf. Damit schützte der Indianer seine Beine vor Verletzungen wenn er durch das Dickicht reiten mußte. Vaqueros (von span. vaca - Kuh), wie man diese Indianer nannte, traf man hauptsächlich in Kalifornien und Mexiko.

Der Arbeitstag eines Cowboys begann früh morgens und endete spät abends. Es war ein beinharter Job. Wochenlang im Sattel, keine Stadt, kein Urlaub, nur der Staub der Prärie und die Rinder.

Über 35000 Cowboys nahmen an den Viehtrieben von Süd nach Nord teil. Darunter ca. 1/3 Schwarze und Indianer. Bis 1895 trieben diese Männer ungefähr 10,000.000 Stück Vieh und über 1,000.000 Pferde über die verschiedensten Trails - wie man die "Treibwege" nannte nach Norden in die verschiedenen Städte. Dort angekommen wurde das Vieh verkauft.

Range BossWie war aber ein Viehtrieb organisiert?

Nach dem round-up wählte man den Trail boss (Bild). Er führte die Herde an und zeigte den Weg. Er suchte die Schlafplätze, gute Wasserstellen und warnte vor Gefahren. Die Cowboys unterstanden ihm bis zuletzt. Sein Wort war Gesetz in den Weiten der Prärie. Er erhielt ungefähr 125,-$ im Monat, die Cowboys dagegen nur ca. 25,- bis 40,- $. Mehr verdiente der Koch, er zog normalerweise, mit seinem Chuck waggon der Herde voran, hinter dem Trail boss nach. Zwei der erfahrensten Cowboys ritten an der Spitze der Herde, die sogenannten point raiders - sie versuchten in erster Linie eine Stampede zu verhindern und waren verantwortlich, daß der vom Trail boss eingeschlagene Weg eingehalten wurde, hinter ihnen ritten die swing raiders, danach die flank raiders und zuletzt die drag raiders. Sie mußten auf Nachzügler achten und den aufgewirbelten Staub der anderen schlucken.

Der Traum von grenzenloser Freiheit, den wir heute gerne Träumen war realistisch betrachtet knochenharte Arbeit, gezeichnet von Entbehrungen, Verlusten und Einsamkeit. Den Cowboy der ala Luckey Luke singend und pfeifend in den Sonnenuntergang ritt gab es so nie!

Doch lassen wir dazu einige Personen zu Wort kommen die wissen wovon sie reden. Richtig ich meine ECHTE Cowboys, Menschen die schon mit 14 Jahren im Sattel saßen um Rinder zu treiben:

W. A. Peril:

"Als wir den Repulican River erreichten, fiel ein Zyklon über uns her. Wir hatten ein Zelt, das ging in die Luft und ward nicht mehr gesehen. Ich hatte mich mit meinem Lariat an einem Baumstumpf angebunden und Hände und Füße gegen den Boden gestemmt, und doch hätte ich beinahe einen Ritt durch die Luft gemacht.

Da, wo unsere Herde gewesen war, gab es nur noch Gras. Dann fanden wir die ersten Kadaver, die zerschmettert aus großer Höhe zur Erde gestürtzt waren. Erst in Schluchten und zwischen Felsen fanden wir etwa zwei Drittel der Herde wieder. Der Platte River war voller Treibsand, so daß wir einen großen Umweg machen mußten, um rüberzukommen. Wir hatten 63 Pferde. Eines Nachts klauten Indianer sie bis auf fünf. Wir mußten zu Fuß die Herde treiben, fingen unterwegs Mustangs ein, und versuchten aus ihnen halbwegs gute Rinderpferde zu machen.

Als wir den Crow Creek entlang zum Cheyennepaß hochmarschierten, kriegten wir unseren ersten Blizzard zu spüren. Zunächst lag der Schnee nur 6 Inches hoch, und es war bitterkalt. Während des ganzen Weges nach Fort Laramie über die Elk Mountains und den overland Trail schneite es, daß man die Hand nicht vor Augen sah.

Am Bitter Creek soffen 60 Rinder aus dem Bach und waren innerhalb von 20 Minuten tot. Wir tranken von einer Bergquelle und krümmten uns auch vor Schmerzen. Wir überquerten den Green River und hatten die große Salzwüste von Utha vor uns. Es fehlen mir die Worte, diesen Marsch zu beschreiben, und weiß nicht wie wir mit der Herde durchgekommen sind.

Die letzten Meilen haben wir die Halsschlagadern unserer Pferde angezapft und Blut getrunken. Dann war da grünes Gras, gutes Wasser und eine Wand von Bergen, die den Himmel stützten. Da sind wir rübergeklettert und wochenlang über Eis gewandert. Und dann ging es auf der anderen Seite runter, durch die Schluchten und an Abgründen vorbei, in denen es dunkel war wie in einem Bärenhintern. Und dann lag Kalifornien vor uns. Strahlender Sonnenschein, warm wie ein Backofen, und eine Natur, die aus allen Knopflöchern blühte und gedeihte, und Menschen, die wie Maulwürfe in der Erde herumwühlten, mir Goldkrümel zeigten und erwarteten, daß ich nun närrisch werde vor Gier. Ich habe mein geschundenes Hinterteil in einen Bach gehängt."

Diese Strapazen nahm man auf sich, weil in Kalifornien der Goldrausch voll eingesetzt hatte und die Massen von Menschen, die kaum noch ernährt werden konnten, bereit waren gigantische Summen für die Steaks auf Beinen zu bezahlen.

 

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Letztes Update: 08.12.2006


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